Insektengift-Allergie – Achtung Lebensgefahr!

Allergische Reaktionen auf Insektenstiche werden in Deutschland am häufigsten durch Bienen und Wespen hervorgerufen. Für mehr als 3 Millionen Deutsche kann so ein Stich lebensgefährlich sein.

Beim Insektengiftallergiker treten nach einem Stich heftige Schwellungen rund um die Einstichstelle auftreten, manchmal begleitet von Atemnot, Schwindelgefühl, Schwellungen im Gesicht sowie am Hals und starker allgemeiner Hautrötung. Meist setzen diese Reaktionen Sekunden beziehungsweise Minuten nach dem Stechen ein. Bei Nicht-Allergikern sind für eine tödliche Giftwirkung mehrere hundert bis tausend Stiche notwendig. Hat ein Mensch jedoch eine Allergie gegen das Insektengift entwickelt, so kann es bei jedem weiteren Stechen zu starken, teilweise sogar lebensgefährlichen Reaktionen kommen (anaphylaktischer Schock).

Hier wird eine Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie, SIT) empfohlen. Diese Therapie erzielt einen langanhaltenden Schutz erreicht Besteht das Risiko einer Anaphylaxie, wird ein Notfallset verordnet.

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DAAB-Tipps für Insektengift-Allergiker

  • Immer ein Notfallset mitführen und sofort anwenden, wenn man gestochen wurde.
  • Bei hohen Temperaturen den Notfall-Pen in eine geeignete Kühltasche oder leere Thermoskanne geben.
  • In der Nähe von Bienen und Wespen rasche Bewegungen vermeiden und nicht nach ihnen schlagen.
  • Möglichst nicht in die Nähe von Fallobst gehen. Vorsicht beim Obst- und Blumenpflücken.
  • Vorsicht bei Gartenarbeiten! Bedecken Sie dabei so viel wie möglich von Ihrem Körper (lange Ärmel, lange Hosen, Hut).
  • Weite, flatternde Kleider, schwarze Stoffe und farbige Blumenmuster meiden.
  • Meiden Sie Parfüms, Haarsprays, stark parfümierte Pflegeprodukte.
  • Lassen Sie beim Essen im Freien keine Süßigkeiten oder Fleischreste herumliegen.
  • Gehen Sie im Sommer nie barfuß. Bienen bevorzugen den Aufenthalt im Klee und viele Wespen leben in Bodenlöchern.
  • Meiden Sie Mülltonnen und Abfallkörbe im Freien.

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