Lippenbremse und Kutschersitz – Hilfe bei Atemnot

Atemnot können Asthmatiker im Alltag oft mit der sogenannten Lippenbremse oder dem Kutschersitz lindern.

Lippenbremse: Diese Übung ist besonders bei akuter Atemnot oder bei Belastung von Bedeutung und bildet die Grundlage aller Atemübungen. Dabei wird die Luft durch die Nase eingeatmet und durch den gespitzen, leicht geöffneten Mund langsam und kontrolliert wieder ausgeatmet. Die Luft wird, wie oben beschrieben, in „sss“- oder „pff“- Lauten ausgeatmet. Durch diese Methode bleiben die Atemwege weit, die Lunge wird entleert und kann mit neuer, sauerstoffreichen Luft versorgt werden.

Kutschersitz: Diese Übung geht zurück auf die Droschkenkutscher, die nach getaner Arbeit auf dem Kutschbock zusammensackten und schliefen. Die Pferde liefen dann allein nach Hause. Für die Übung nimmt man einen Stuhl und setzt sich aufrecht auf den vorderen Teil der Sitzfläche. Dann lässt man sich langsam zusammensacken. Die Unterarme ruhen dabei auf den Oberschenkeln und die Hände hängen locker herunter. Der Rücken ist in der Position eines Katzenbuckels, also leicht gerundet und nicht verkrampft. Der Brustkorb wird vom Gewicht der Schultern entlastet. Außerdem können Muskeln, die normalerweise die Arme an den Körper heranführen, in diesen Haltungen helfen, den Brustkorb zu weiten. Dadurch wird es Ihnen möglich, freier durchzuatmen.

Weitere Übungen, die für Asthmatiker wichtig sind und Sportübungen für Kinder lesen Sie in dem Bewegungsbuch für Kinder mit Asthma, das Sie kostenfrei unter info@daab.de bestellen können.

 

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