Neuer Forschungsansatz: Allergien verstärken Migräne

Eine amerikanische Studie (American Migraine Prevalence and Prevention  Study AMPP) fand heraus, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Migräneanfällen und allergischem Schnupfen (Heuschnupfen) gibt. Die Arbeitsgruppe um Erstautor Vincent Martin an der University of Cincinnati vermutet, dass zwischen beiden Erkrankungen enge Verbindungen bestehen.

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Von 6000 Patienten mit Migräne litten zwei Drittel auch unter einer Allergie auf Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben. Speziell diese Personen litten unter einem hohen Schweregrad der Migräne und häufigeren Attacken als die Patienten ohne Allergien. Ebenfalls spielten Trigger, wie Zigarettenrauch und Parfüm eine Rolle. Die Allergikergruppe hatte zudem ein 45 Prozent höheres Risiko überhaupt an Migräneattacken zu erleiden und ein 60 Prozent höheres Risiko für besonders beeinträchtigende Kopf­schmerzen. Die Forscher vermuten, dass die Allergien für eine Verschlechterung (Exazerbation) der Migränekopfschmerzen sorgen.

Umso wichtiger ist die Hyposensibilisierung als Therapieform bei diesen Patienten. In einer vorausgegangenen Studie konnte der positive Effekt der Hyposensibilisierung bei Migränepatienten gezeigt werden. Die die Anzahl der Migräneattacken konnte um die Hälfte reduziert werden. Welche genaue Rolle allergische Erkrankungen bei der Entstehung von Migräne spielen, müsse jedoch weiter untersucht werden.

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