Neues aus der Forschung! Bakterien machen Beifußpollen aggressiver

Forscher der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München (HMGU) haben über fünf Jahre die Luft in der Innenstadt Münchens und in der alpinen Region Davos auf Pollen und sogenannte Endotoxine untersucht.
Endotoxine sind chemische Verbindungen, die Bakterien auf ihrer Oberfläche ablagern und freigesetzt werden, wenn Bakterien in ihre Einzelteile zerfallen und absterben.Endotoxine können Entzündungsreaktionen auslösen.
In München nahm die Endotoxinmenge dann zu, wenn die Pollenkonzentration von Beifuß-Pflanzen anstieg. In Davos war die allgemeine Luftbelastung durch Pollen und Endotoxine sehr viel geringer. Der Zusammenhang von Endotoxinen und Beifuß-Pollen war aber auch dort nachweisbar.
Beifuß-Pollen sind sehr allergen. Durch die Endotoxine wird der Pollen für Beifuß-Allergiker noch problematischer. Als Hauptquelle der Endotoxine wurde das Bakterium Pseudomonas luteola ausgemacht.
Die Hauptblüte von Beifuß ist Juli bis September.

Quelle:
Jose Oteros, Elke Bartusel, Francesca Alessandrini, Andrés Núñez, Diego Alejandro Moreno, Heidrun Behrendt, Carsten Schmidt-Weber, Claudia Traidl-Hoffmann, Jeroen Buters: Artemisia pollen is the main vector for airborne endotoxin, Journal of Allergy and Clinical Immunology, July 2018, DOI: 10.1016/j.jaci.2018.05.040

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