Neurodermitis steigert das Risiko für Handekzeme

Neue Ergebnisse aus der BAMSE-Studie (langjährigen internationale Geburtskohorten-Studie zu Asthma und Allergien vom Karolinska Institut für Umweltmedizin in Stockholm , Schweden) konnte zeigen, dass das Risiko für Jugendliche eine Handekzem zu entwickeln um das Dreifache steigt, wenn sie als Kind eine Neurodermitis hatten. Wer als Kind eine schwere Neurodermitis hatte oder wer als Jugendlicher noch immer unter dieser leidet, für den stieg das Risiko für ein Handekzem sogar auf das fünf- bis sechsfache an. Diese neuen Erkenntnisse sind unserer Ansicht nach wichtig um eine geeignete Berufswahl zu treffen.

Das chronische Handekzem ist eine häufige Hauterkrankung: man geht davon aus, dass etwa 10% der deutschen Bevölkerung daran leiden. Etwa 5-7% der Handekzempatienten zeigen einen besonders hartnäckigen, chronischen und schweren Krankheitsverlauf. Das Handekzem beginnt häufig mit einem Juckreiz der Haut und es können sich kleine Bläschen an den Fingerseiten und auf den Handflächen entwickeln. Meist treten diese Symptome recht akut nach zum Beispiel Allergenkontakt auf, d.h. innerhalb kurzer Zeit sind zunächst wenige Stellen und dann oft sehr schnell beide Hände ausgeprägt betroffen. Es gibt neben dem allergischen Handekzem noch das so genannte „Abnutzungsekzem“ und das atopische Handekzem, bei dem der Zusammenhang zur Neurodermitis gesehen wird. Je mehr Reizfaktoren hier von außen auf die Haut gelangen zum Beispiel durch reizende Arbeitsstoffe, desto wahrscheinlicher ist ein krankhafter Verlauf.

Weitere Informationen zum Handekzem und zur Berufswahl bei Allergien erhalten Mitglieder beim Deutschen Allergie- und Asthmabund unter info@daab.de

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