Frühjahrsputz, aber bitte allergikerfreundlich?

Achten Sie beim Frühjahrsputz darauf, dass die eingesetzten Putzmittel keine Allergie auslösenden Duft-, Farb- und Konservierungsmittel oder auch ätherische Öle enthalten. Schnell entsteht ein Kontaktekzem oder die Atemwege werden gereizt. Das muss nicht sein!

Wir vom Deutschen Allergie- und Asthmabund setzt uns seit Jahren bei diesem Thema für Allergiker und Menschen mit empfindlichen Atemwegen und empfindlicher Haut ein.
Wir möchten Betroffenen mit dem DAAB-Logo eine Orientierung bei der Produktauswahl bieten.
Voraussetzung für den Erhalt des DAAB-Logos auf Produkten ist ein vom DAAB durchgeführter anonymisierter Anwendertest mit circa 150 Betroffenen.
Zudem schließen wir von vornherein Inhaltsstoffe aus, die sich durch ein hohes allergenes Potential auszeichnen sowie Inhaltsstoffe, die stark irritierende Eigenschaften zeigen. Das DAAB-Logo erhalten nur die Produkte, die in der Anwendertestung eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit unter den Nutzern erreichen.
Fordern Sie unter info@daab.de die Übersicht der Produkte an, die unser Logo tragen.

Wichtig – Kontakt vermeiden!
Bei empfindlicher oder Neurodermitis-Haut sollten beim Putzen Haushaltshandschuhe getragen werden, um den Kontakt mit Wasser und den Reinigungsmitteln zu verhindern. Zusätzlich können unter den Haushaltshandschuhen Baumwollhandschuhe getragen werden. So wird empfindliche Haut noch besser geschützt.

Gibt es Putzgeräte, die für Allergiker sinnvoll sind?
Natürlich profitiert jeder von einem guten Staubsauger. Besonders für Hausstaubmilbenallergiker ist die Wahl des richtigen Staubsaugers sehr wichtig, aber auch für Pollenallergiker oder Neurodermitiker ist ein guter Staubsauger sinnvoll.
Bei einem Staubsauger für Allergiker kommt es auf eine insgesamt gute Staub-Rückhalte-Fähigkeit an. Diese wird von einem so genannten ”HEPA”-Filter (High Efficiency Particulate Air) geleistet. Es gibt verschiedene Filterklassen. Für Hausstaubmilbenallergiker sind möglichst hohe Filterklassen zu empfehlen, z.B., HEPA-Filterklasse 13 oder besser noch 14. Außerdem ist es wichtig, dass das Gerät insgesamt entsprechend dicht gebaut ist.

Tricks und Tipps für Allergiker

  • Verträgliche Wasch- und Reinigungsmittel verwenden.
  • Beim Putzen Handschuhe tragen, empfindliche Haut sollte durch zusätzliche   Baumwollhandschuhe geschützt werden.
  • Staub immer feucht wischen, evt, Mundschutz/Schutzbrille tragen
  • Glatte Böden müssen sehr regelmäßig gereinigt, am besten feucht gewischt werden, da der anfallende Staub hier vermehrt aufgewirbelt werden kann.
  • Kurzflorige Teppichböden müssen regelmäßig gesaugt werden. Achten Sie auf einen Hepa-Filter!
  • Desinfektionsmittel sollten nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden
  • Reinigungsmitteln mit Sprühfunktion verteilen den Inhalt sehr fein, so dass er schneller eingeatmet werden kann. Besser ein Tuch oder einen Schwamm nutzen.

Gutes Gelingen wünscht Ihr DAAB-Team

Der Raps blüht wieder – allergische Reaktionen möglich?

In manchen Regionen erstrecken sich gelbe Rapsfelder bis zum Horizont. Für die einen schön- für andere problematisch.
Die allergologische Relevanz von Raps wird bisher als gering eingestuft.
Immer wieder erhalten wir Rückmeldungen über Reaktionen beim Aufenthalt in der Nähe von Rapsfeldern.
Bei Patienten, die in Rapsanbaugebieten leben, kann Raps aber durchaus ein möglicher Auslöser für allergische Reaktionen sein. Beim Raps wurden Pollenallergene entdeckt,
die auch in anderen Pflanzen vorkommen können wie beispielsweise sogenannte Polcalcine oder Profiline.
Kreuzreaktionen können die Folge sein. Allergische Reaktionen auf bestimmte Allergene in  Pollen von Frühblühern wie Hasel, Erle, Birke, oder Gräsern könnten somit auch durch ähnliche allergene Strukturen in Rapspollen ausgelöst werden.
Diskutiert werden aber auch Reaktionen auf Schimmelpilze oder Pflanzenschutzmittel und besonders auch auf ätherische Öle, die sogenannte Terpene enthalten und bei blühendem Raps in die Außenluft geraten.

Jetzt anmelden! Anaphylaxie-Webinar „Im Notfall sicher handeln“ – Notfallmanagement bei schweren allergischen Reaktionen

Allergien im Kindesalter nehmen zu. Insbesondere Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Hühnerei, Erdnüsse, Fisch, Weizen oder Haselnüsse gehören nicht nur zu den häufigsten Auslösern, sondern können ebenso wie Insektengifte schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) hervorrufen. Eine anaphylaktische Reaktion ist als Notfall einzustufen. Sie erfordert schnelles Handeln, durch welches im Ernstfall lebensbedrohliche Situationen abgewendet werden können.
Der DAAB klärt hierzu auf!

Wann:          Montag, 23. April 2018, 17:00 Uhr

Referentin:   Britta Stöcker, Bonn (Kinder- und Jugendärztin und Anaphylaxie-Trainerin)

Inhalt: 
•        Wie erkenne ich eine schwere allergische Reaktion?
•        Welche Medikamente gibt es zur Soforthilfe bei Anaphylaxie?
•        Welche Maßnahmen werden im Notfall durchgeführt?
•        Wie sieht die rechtliche Situation diesbezüglich aus?

Zielgruppe:
Das Webinar richtet sich in erster Linie an ErzieherInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen von Kindern mit Anaphylaxie-Risiko und Vertreter von Trägern, Behörden und Ministerien.
Es kann bei Interesse auch von Allergikern und Eltern von Anaphylaxie-gefährdeten Kindern besucht werden.

Dauer:  60-90 Minuten

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/221879636960134915

Weitere DAAB-Webinar Termine finden Sie auf www.daab.de

Frühlingsgrüße vom Niederrhein

Tulpen sind Liliengewächse und nicht als starke Pollenallergieauslöser bekannt. Sie sind nicht windblütig. Pollen können in seltenen Fällen in der Nähe der Pflanzen zu allergischen Reaktionen führen, beim Riechen an Tulpen oder wenn man sie in Innenräume bringt. Die Pflanzen sind in erster Linie dafür bekannt Kontaktallergien hervorrufen zu können. Hier gibt es Fallberichte über kontaktallergische Reaktionen aus Gartenbaubetrieben, die sich auf Tulpen spezialisiert haben. Reaktionen an den Händen durch das Kontaktallergen Tulipan A, ein sogenanntes Laktonglukosid. Die allergischen Hautreaktionen an den Händen werden auch als „Tulpenfinger“ bezeichnet. Dieses Kontaktallergen soll beispielsweise auch in Alstromerien vorkommen, die auch als Schnittblumen oder zur Anpflanzung im Garten genutzt werden und zur Familie der Inkaliliengewächse gehören.

DAAB Warnhinweis: LSP ruft „Oat King Protein Bar“ Riegel zurück- kann Gluten enthalten

Die LSP Sporternährung GmbH teilt mit, dass eine Überschreitung (Untersuchungsergebnis 853 mg/kg – ppm) des Grenzwerts der Glutenfreiheit festgestellt wurde, obwohl die Produkte als glutenfrei ausgewiesen sind.

Betroffen sind:
„Oat King Protein Bar“ Riegel 80 g in den Geschmacksrichtungen
Peanut Butter der Charge LSP#006 haltbar bis 30 August 2018
und
Double Chocolate der Charge LSP#006 haltbar bis 15 August 2018

Gluten kann bei Personen mit Zöliakie / Glutenunverträglichkeit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder dem Wunsch, das Produkt zurückzugeben an

LSP® Sporternährung GmbH
Römerstr. 49
53111 Bonn
0228/ 71 01 57 88

Das Unternehmen entschuldigt sich für die Umstände.

Jetzt schon auf Sonnenschutz achten

Die Frühlingstemperaturen verführen zum Sonnenbaden. Um den ersten Sonnenbrand zu verhindern, sollten die Sonnenhungrigen auf einen verträglichen Sonnenschutz nicht verzichten. Mit einem Produkt mit LSF 20 kann auch eine empfindliche hellhäutige Person gefahrlos ca. 1,5 Stunden die Sonnenstrahlen genießen. Um Eigenschutz und Bräune zu entwickeln braucht die Haut Zeit, aber jetzt sollte sie mit einer Sonnencreme oder Sonnenmilch geschützt werden, damit kein unangenehmer Sonnenbrand entsteht. Und vergessen Sie nicht, auch die Sonnenterassen einzucremen: Schulter, Nacken, Hand- und Fussrücken sowie Ohre und Nase.

Verwenden Sie Sonnenschutz ohne allergenisierenden Stoffe und vertrauen auf das LOGO des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e.V. – DAAB.

 

Gin Tonic gegen Allergien?

Mit dieser Frage wurde der DAAB heute Morgen „geweckt“. Wie Nachrichten verdreht werden… Nein liebe Allergiker Gin Tonic hilft leider nicht gegen den Heuschnupfen… Schauen wir uns die zitierte britische Untersuchung an, steht hier nur, dass Gin und Wodka für Allergiker verträglichere alkoholische Getränke sind als Wein und Bier. In diesem Sinne bitte lieber auf verlässliche Mittel zurückgreifen. Hören Sie selber https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr2/audio-sonja-lemmel-deutscher-allergiebund-vorbeugend-mit-medikamenten-arbeiten-102.html

 

 

Geänderte Allergenkennzeichnung bei Ferrero ValParaiso Produkten

Goji Himbeere, Maqui Heidelbeere und Physalis Mango und neue Sorte: Ganze Haselnuss

Ferrero hat uns darüber informiert, dass ab der KW (Montag, dem 16. April) ein geänderter Allergenhinweis auf dem ValParaiso Beuteln zu finden ist.

Die Zusammensetzung der Schokolade der Fruchtsorten Goji Himbeere, Maqui Heidelbeere und Physalis Mango von Ferrero ValParaíso wurde angepasst. Mit Beginn der Auslieferung des neuen Verpackungsdesigns in KW 16 ist Butterreinfett bei allen drei genannten Fruchtsorten nicht mehr als Zutat enthalten. Da jedoch die dunkle Schokolade trotz Reinigung und Vorspülung mit Kakaobutter Spuren von Milch aus einer vorherigen Produktion von Milchschokolade enthalten kann, ist auf dem Etikett der Allergenhinweis auf Milch hinzugekommen. Unter der Zutatenliste steht dann der Hinweis: „Kann GLUTEN, MILCH, MANDELN und HASELNÜSSE enthalten“.

Achtung Asthmatiker – Nebel und kalte Luft können Trigger für Asthma sein

Nebel entsteht, wenn die Luft keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann und diese kondensiert. Je nach Lufttemperatur kann die Außenluft unterschiedliche Wasserdampfmengen aufnehmen. Heute Morgen bei acht Grad Lufttemperatur war es bei uns am Niederrhein zu kühl für die Wasserdampfmenge in der Luft. Folglich entstanden Nebelschwaden aus sehr feinen Wassertröpfchen. Auf kalte Luft und Nebel reagieren viele Asthma-Patienten empfindlich. Es sind Triggerfaktoren, die das Asthma verschlechtern können. Problematisch sind besonders Temperatursprünge von zehn Grad und mehr. Das ist bei starken Temperaturschwankungen der Außenluft aber auch bei großen Temperaturunterschieden zwischen Innen- und Außenluft zu bedenken, die den Körper und die empfindlichen Atemwege belasten können. Bei kalter Luft kann zum Schutz das Atmen durch einen Schal hilfreich sein, damit die Atemluft besser angewärmt wird.

Hyazinthen, Magnolien oder Pfingstrosen – Gefahr für Asthmatiker

Stark duftende Blumen wie Magnolien, Hyazinthen, Maiglöckchen, Pfingstrosen, je länger je lieber (Lonicera), Duft-Jasmin, -Schneeball oder -Veilchen, Holunder oder der Bauernjasmin (Pfeifenstrauch) können bei Menschen mit empfindlichen Atemwegen Überempfindlichkeiten auslösen. Das kann der Fall sein, wenn der Duft sehr konzentriert auftritt, also bei duftenden Pflanzen, die man in Innenräume stellt wie Hyazinthen oder bei direkter Nähe zu einer Pflanze. Beispielsweise, wenn eine Magnolie vor einem geöffneten Fenster oder an der Terrasse mit den Sitzplätzen steht. Zwar ist hier keine Pollenbelastung zu erwarten, da die Bäume von Käfern befruchtet werden, allerdings sollten Asthmatiker beachten, dass der Duft als „Triggerfaktor“ zu einer Verschlechterung des Asthmas, möglicherweise  bis hin zu einem Asthmaanfall führen kann. Vor einiger Zeit stellten Forscher der Ruhr-Universität Bochum fest, dass fruchtiger Bananen/Aprikosen-Duft die Bronchien weiten und blumiger, öliger Geruch (in diesem Falle Maiglöckchen) Bronchien verengen kann. Im Zuge dieser Forschung wurden zwei unterschiedliche Rezeptoren in den Muskelzellen der Bronchien entdeckt. Durch die Bindung der jeweiligen Duftmoleküle wurden die entsprechenden Reaktionen ausgelöst. Spannende Erkenntnisse, die auch genutzt werden, um die Rezeptoren und Düfte in Bezug auf neue Behandlungsoptionen bei Asthma oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, der sogenannten COPD zu untersuchen.

http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2016/pm00111.html.de