Umdenken! Jetzt! DAAB fordert Regelungen zum generellen Verzicht auf Beduftung in öffentlichen Räumen!

An das Bayerische Gesundheitsministerium in München wurde von einer engagierten Mitbürgerin der Wunsch zur Kennzeichnungspflicht von Duftstoffen in öffentlich zugänglichen Räumen herangetragen.
Gemeint war der Einsatz von Duftstoffen in Arztpraxen, Kliniken und Altenheimen, öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch in Lebensmittelmärkten oder Kaufhäusern. Bei diesen Anwendungen sollen Duftstoffe schlechte Gerüche überdecken, Menschen beruhigen oder zum Kauf von Waren anregen. Nicht immer ist diese „geheime“ Verwendung von Duftstoffen für jeden Menschen gut verträglich.

Das Ministerium sieht zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Handlungsbedarf zur Kennzeichnungspflicht von bedufteten öffentlich zugänglichen Räumen und verneint jegliche gesundheitlichen Risiken durch den Einsatz von Duftstoffen zur Raumbeduftung.
Der DAAB – als Vertreter der Patienteninteressen – wiederspricht der Verharmlosung der gesundheitlichen Risiken durch Raumbeduftung und verweist in diesem Zusammenhang auf die Einschätzung von Allergologen und Experten des Umweltbundesamtes.
Wir haben auf das Schreiben des Ministeriums geantwortet und möchten in diesem Zusammenhang betonen:
• Eine allergische Sensibilisierung auf Duftstoffe in der Raumluft kann bei entsprechend    hohen Konzentrationen nicht ausgeschlossen werden.
• Bei Effekten der Raumbeduftung müssen auch gesundheitliche Risiken für bereits sensibilisierte Personen wie Allergiker und Asthmatiker oder Patienten mit überempfindlichen Atemwegen, MCS-Betroffene (Multiple Chemikaliensensibilität) und empfindliche Verbraucherinnen und Verbraucher berücksichtigt werden. Menschen mit Allergien und/oder Asthma und empfindliche Personen können auf luftgetragene Duftstoffe mit gesundheitlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen bis hin zu Asthmaanfällen reagieren.
• Sensibilisierte Patienten reagieren oft auf vergleichsweise geringe Mengen der Duftstoffe in der Raumluft.
• Experten des Verbundes der Dermatologischen Kliniken (IVDK) schätzen die Zahl der Betroffenen auf mehrere Millionen. Duftstoffe sind die zweithäufigsten Auslöser von Kontaktallergien.

Der DAAB fordert einen vorsorgenden Gesundheitsschutz für besonders empfindliche Verbraucherinnen und Verbraucher. Die erforderlichen Maßnahmen sind:
• Eine von den Gesundheitsministerien von Bund und Ländern unterstützte Empfehlung zum Verzicht auf Beduftung von öffentlich wichtigen Institutionen, um den besonders empfindlichen Verbraucherinnen und Verbrauchern eine beschwerdefreie Teilnahme am öffentlichen Leben zu ermöglichen.
Regelungen für eine klare Kennzeichnung des Duftstoffeinsatzes
und zukünftig
• Regelungen zum generellen Verzicht auf jegliche Beduftung in öffentlich zugänglichen Räumen, insbesondere in gesellschaftlich und sozial wichtigen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Kliniken, Verwaltungseinrichtungen, Schulen, Kindergärten oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein Einsatz von Raumbeduftung in den genannten Einrichtungen bedeutet für betroffene Patienten eine gesundheitliche Belastung und stellt zugleich eine Ausgrenzung aus dem öffentlichen Leben dar.
Eine Unterstützung und Umsetzung der von uns vorgeschlagenen Maßnahmen durch alle bundesweit zuständigen Ministerien aber natürlich auch durch die bisherigen Anwender von Beduftungssystemen in öffentlichen Räumen würde der DAAB sehr begrüßen.

Allergie Rückruf: 3 Produkte enthalten nicht deklarierte Allergene

1) Nicht deklarierte Milchbestandteile in Chipsfrisch ungarisch
Chipsfrisch ungarisch 175g mit der Chargennummer: LGQ 07 E 25.06.2018
Hersteller (Inverkehrbringer): Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG, Köln
In einigen Packungen wurden statt Kartoffelchips der Geschmacksrichtung ungarisch Produkte der Geschmacksrichtung Sour Cream abgefüllt. Das für den Geschmack Sour Cream verwendete Gewürz enthält das Allergen Milch, das nicht auf der Verpackung deklariert ist.
Die Kodierung befindet sich auf der Rückseite der Verpackung in der oberen linken Ecke. Intersnack bittet die Verbraucher zu prüfen, ob sie Produkte mit dieser Chargennummer besitzen.

Betroffen sind ausschließlich Produkte mit der oben aufgeführten Chargennummer.
Die abgepackte Ware ist von einwandfreier Qualität. Bei dem Rückruf handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz von Personen, die an einer Milcheiweißallergie leiden. Von allen anderen Personen kann das Produkt bedenkenlos verzehrt werden.
Die Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG bittet ihre Kunden, die Ware (unfrei) – unter Angabe des Absenders – an folgende Adresse zu schicken. Selbstverständlich wird das erworbene Produkt ersetzt.
Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG
“Chipsfrisch ungarisch“
Erna-Scheffler-Str. 3
51103 Köln
Deutschland

2) Nicht deklariertes Gluten in BIO PLANÈTE Produkte „Protein Leinmehl“ und „Frühstücksheld“
BIO PLANÈTE Protein-Leinmehl 250 g
Mindesthaltbarkeitsdaten: Februar und März 2019
BIO PLANÈTE Frühstücksheld – Protein-Pulver 300 g
Mindesthaltbarkeitsdaten: Dezember 2018 bis März 2019

Hersteller (Inverkehrbringer):Ölmühle Moog GmbH, Klappendorf 2, 01623 Lommatzsch

Andere Mindesthaltbarkeitsdaten und Produkte sind nicht betroffen!
Bei einer internen Kontrolle wurden geringe Mengen Gluten im Leinmehl festgestellt. Gluten kann bei Personen mit Zöliakie zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Da aufgrund der Feststellung nicht garantiert werden kann, dass die o.g. Produkte „BIO PLANÈTE Protein Leinmehl“ und „BIO PLANÈTE Frühstücksheld“ für Menschen mit Zöliakie bekömmlich sind, ruft der Hersteller die Waren aus Gründen des

vorbeugenden Verbraucherschutzes zurück.
Für Menschen ohne eine Glutenunverträglichkeit ist das Produkt zum Verzehr geeignet.
Kunden können die betreffende Ware im Geschäft zurückgeben und

erhalten den Kaufpreis erstattet.
Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an kontakt@bioplanete.com oder telefonisch an 035241/ 820 80

3) Nicht deklarierte Milchbestandteile in Salmiak Salz Lakritz Bonbons
Salmiak Salz Lakritz Bonbons, 125 g
Hersteller (Inverkehrbringer): Jahnke Süsswaren GmbH, 24568 Kaltenkirchen
Aufgrund einer Fehletikettierung wurde die im Produkt verwendete allergene Zutat „Sahne“ (also Milch) nicht deklariert.
Von dem Fehler sind ausschließlich die folgenden Chargen und Haltbarkeitsdaten betroffen:

Kunden können die betreffende Ware im Geschäft zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet.
Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an verbraucherhotline@jahnke-suesswaren.de oder telefonisch an 04191/9096660

Duftstoffe- Fluch oder Segen?

Duftstoffe sind als Auslöser für allergische Hautreaktionen bekannt, beispielsweise bei der Nutzung von Kosmetika, die entsprechende Duftstoffe enthalten.

Stark duftende Pflanzen können aber auch Menschen mit überempfindlichen Atemwegen Probleme bereiten.
Eine solche Duftstoffunverträglichkeit kann einen Hustenreiz oder auch Atemnot auslösen. Wer unter sehr empfindlichen Atemwegen leidet, sollte in seiner Wohnung auf stark duftende Pflanzen wie Hyazinthen verzichten.

Neues aus der Forschnung:
Vor einiger Zeit stellten Forscher der Ruhr-Universität Bochum fest, dass fruchtiger Bananen/Aprikosen-Duft die Bronchien weiten, aber blumiger, öliger Geruch (wie Maiglöckchen) die Bronchien verengen kann. Im Zuge dieser Forschung wurden zwei unterschiedliche Rezeptoren in den Muskelzellen der Bronchien entdeckt. Durch die Bindung der jeweiligen Duftmoleküle wurden die entsprechenden Reaktionen ausgelöst. Spannende Erkenntnisse, die auch genutzt werden, um die Rezeptoren und Düfte in Bezug auf neue Behandlungsoptionen bei Asthma oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, der sogenannten COPD zu untersuchen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

 

Start der Pollensaison! AllergieMobil wieder auf Deutschland-Tour

Zum Beginn der Pollensaison sind die fahrenden Beratungsstellen des DAAB wieder unterwegs.
Am AllergieMobil stehen Ihnen Beratungskräfte  zur Verfügung, die neben einer kostenlosen Lungenfunktionsmessung auch Ratgeber, Zeitschriften und weitere Informationen zu den Themen Pollenallergie, Asthma/COPD, Neurodermitis, Urtikaria und Nahrungsmittelunverträglichkeiten anbieten.

Nachfolgend die nächsten Termine, jeweils von 10 – 16 Uhr

14.03.2018          41061 Mönchengladbach, Hindenburgstr. / Albertusstr.

15.03.2018          52062 Aachen, Holzgraben

21.03.2018          34537 Bad Wildungen, Brunnenstr. 52 / Postplatz

22.03.2018          57319 Bad Berleburg, Poststr. 15, Kur-Apotheke

27.03.2018          67227 Ludwigshafen, Berliner Platz

28.03.2018          67227 Frankenthal, Rathausplatz

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Weitere Termine finden Sie hier

Mythen zum Thema Ernährung und Allergien- Der DAAB klärt auf!

Möhre/Karotten sind ein starker Allergieauslöser bei Kindern. Falsch!

Die Karotte oder Möhre wird immer wieder – zu Unrecht – als ungünstiges Nahrungsmittel für den Beikostbeginn genannt.
Es gibt viele erwachsene Pollenallergiker, die Karotten vor allem im rohen Zustand nicht vertragen. Damit ist das Gemüse aber nicht automatisch ein problematisches Lebensmittel bei Säuglingen, zumal diese die Möhren gekocht essen.
Sie wirkt stuhlfestigend, was gerade bei gestillten Säuglingen häufig sogar erwünscht ist, aber in einigen Fällen zu vorübergehenden Verstopfungen führen kann.
Als häufig erstes eingeführtes Nahrungsmittel werden der Karotte alle Reaktionen zugeschrieben, die in der Zeit des Beikostbeginns auftreten. Diese sind in den meisten Fällen gar nicht abhängig von der Karotte selbst, sondern vielmehr von der Umstellung der Ernährung von Milch auf ballaststoffreiche Kost oder treten zufällig in der Zeit der Beikosteinführung auf.
Fazit: Karotten oder Möhren sind aufgrund des hohen beta-Carotin Gehaltes das beste Anfangsgemüse für Ihren Säugling!

 

Allergie-Rückruf: “Jeden Tag” Cheeseburger 2 x 150 g enthält Sesam, Senf und Ei

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund informiert:

Allergie-Rückruf: “Jeden Tag” Cheeseburger 2 x 150 g

Grund: Das Produkt enthält die nicht gekennzeichneten Allergene Sesam, Senf und Ei

MHD: 09.03.2018

Die Zentrale Handelsgesellschaft – ZHG – mbH ruft aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes den Artikel
“Jeden Tag” Cheeseburger 2 x 150 g zurück.
Auf Grund einer Fehl-Etikettierung werden Endverbraucher nicht in notwendigem Umfang über das Vorhandensein von folgenden
Allergenen informiert: Sesam, Senf und Ei.
Bei Endverbrauchern mit bestehender Unverträglichkeit auf diese Allergene besteht potentielle Gesundheitsgefahr.
Es wird daher vom Verzehr des angeführten Produktes abgeraten. Als vorbeugende Maßnahme wurde der gesamte Warenbestand
des betroffenen Produktes sofort aus dem Verkauf genommen. Sollten Sie betroffene Produkte bereits erworben haben, können
Sie diese ab sofort, auch ohne Kassenbon, bei Ihrer Einkaufsquelle gegen Erstattung des Kaufbetrags zurückgeben.
Die Zentrale Handelsgesellschaft – ZHG – mbH bedauert die mit dem Rückruf verbundenen Unannehmlichkeiten sehr.
Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 0 781/616486 oder auf  der Homepage www.jeden-tag.de.

TV-Tipp! Thema Allergien in Sendung “Gesundheit” am 6. März um 19 Uhr im Bayerischen Rundfunk

Die Themen der Sendung:
- Wie lässt sich eine Allergie-Karriere vermeiden?

- Stress mit dem Gummi: Eine Latex-Allergie kann lebensgefährlich sein.

- Nahrungsmittelallergien – die häufigsten Irrtümer

- Duftstoff-Allergie – wenn Parfum krank macht

Sendetermin: 6. März 19 Uhr, Sendung “Gesundheit”

Wo: Bayrischer Rundfunk

Allergie-Rückruf wegen nicht deklarierten Milchbestandteilen

Allergie-Rückruf: Soja Isolate Shake 750g Geschmack Chocolate

Grund: nicht deklarierte Milchbestandteile

Der Hersteller Body Attack Sports Nutrition ruft das Produkt Soja Isolate Shake 750g Geschmack Chocolate zurück mit der
Chargennummer 6016181
Mindesthaltbarkeitsdatum: 31.05.2018

In dieser Charge wurde eine größere Menge an Milchprotein gefunden, die für Personen mit einer Milchallergie kritisch einzustufen ist.
Das Soja Isolate Proteinpulver Produkt kann bei jedem Body Attack Premium Store zurückgegeben werden.
Der  volle Kaufpreis des Produktes wird erstattet.

Können Eiben Pollenallergien auslösen?

Die männlichen Eiben können bald ihre Hauptblüte haben. Auf dem Bild sind männliche Blütenstände zu sehen, die noch von einer Art Hülle umgeben sind. An anderen Standorten, bei vermehrter Sonneneinstrahlung können Blütenstände aber auch schon etwas weiter sein. Die Standorte des Pollenmonitors in Wetzlar und Leipzig geben aktuell sehr geringe Mengen für Eibenpollen an. Die Blütenstandentwicklung schreitet aufgrund der kühlen Witterung nicht so schnell voran.

Allergisch auf Eibe?
Wenn im Frühjahr allergische Reaktionen im Freien auftreten, denkt man zuerst an die typischen Allergieauslöser wie Hasel und Erle. Man kann aber auch auf andere windblütige Pollenauslöser reagieren. Dazu gehört auch die Eibe, die zur Gruppe der Nadelgehölze, den sogenannten Koniferen gehört.
Erhält man also bei der Allergietestung für die in der jeweiligen Saison gängigen Auslöser trotz Beschwerden keine Diagnose, kann man sich durchaus einmal in der eigenen Umgebung umschauen, um vielleicht einem selteneren Allergieauslöser auf die Spur zu kommen.

DAAB tritt der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit bei

Der Klimawandel ist eine große Herausforderung für die globale Gesundheit. Nach Einschätzung des Weltklimarates führt der Klimawandel verstärkt zu Wetterextremen, welche direkte Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit haben. Dazu gehören Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hitzestress oder Verletzungen.

Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit DAKuG ist ein Bündnis vor Organisationen und Einzelpersonen aus dem Gesundheitsbereich, dessen Ziel ist es, den Klimawandel als wichtiges Gesundheitsthema zu etablieren und politische sowie gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen, um den Auswirkungen des Klimawandels effektiv zu begegnen. Ziel dieser Allianz ist die Umsetzung der deutschen und internationalen Klimaziele, damit die globale Erwärmung auf unter 2 Grad Celsius begrenzt bleibt. Als Vertreter der Patienteninteressen sehen wir hier unsere Aufgabe, um auf große Belastung der Asthmatiker, COPD-Betroffenen, Personen mit hyperreagiblen Atemwegen und empfindlichen Verbraucherinnen und Verbrauchern  und auf die katastrophale Auswirkungen der Klimaänderungen aufmerksam zu machen. Es bedarf gezielter und effektiver Maßnahmen, die nachhaltig den Klimawandel stoppen und die Gesundheitssituation der sensiblen und sensibilisierten Patienten verbessern.