Pollenallergiker aufgepasst bei der Einnahme von Säureblockern

Wer kennt das nicht – Magendruck, Völlegefühl, Aufstoßen oder Sodbrennen – alles unangenehme Beschwerden. Da greift man schnell zu einem Säureblocker um den Magen wieder zu beruhigen. Speziell Pollenallergiker sollten eher zurückhaltend mit diesen Medikamenten umgehen. Säureblocker hemmen die Bildung von Magensäure, die allerdings ihre Funktion hat. Eiweiße erhalten durch die Magensäure eine Säuredusche und werden zum Teil inaktiviert, Allergieauslöser so zerstört. Dies ist wichtig für die Pollenallergiker, bei häufiger Einnahme der Säureblocker intakte Allergieauslöser in den Darm gelangen und zu Beschwerden führen. Ob die gehäufte Einnahme dieser Medikamente in Zusammenhang mit den immer häufiger auftretenden Kreuzreaktionen steht, ist rein spekulativ. Fest steht, dass das Risiko für Beschwerden nach dem Verzehr von pollenassoziierten Lebensmitteln steigt. Es lohnt sich einen Blick auf die Ernährung zu richten, bevor solche Medikamente genommen werden.

Tipps für eine magenschonende Ernährung:

  • 3-5 kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt.

  • Große Pausen > 4 Stunden zwischen den Mahlzeiten vermeiden.

  • Fettreiche Mahlzeiten, speziell Fastfood meiden.

  • Eiweißbetonte Ernährung bevorzugen.

  • Süßigkeitenverzehr einschränken.

  • Alkohol, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke einschränken.

  • Nikotin vermeiden.

  • Scharfe Gewürze meiden.

  • Speisen nicht zu kalt und nicht zu heiß verzehren.

  • Pfefferminze meiden.

Was sonst noch gegen eine gesteigerte Magensäureproduktion helfen kann:

  • Gewichtsreduktion (70 % der unter Relfuxbeschwerden leidenden Patienten sind  übergewichtig!)

  • Die letzte Mahlzeit circa 3 Stunden vorm zu Bett gehen einnehmen.

  • Das Kopfteil des Bettes hochstellen.

  • Einschnürende Kleidung meiden.

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