Schilf auch ein Auslöser für Allergien auf Gräser

Schilf (Phragmites australis) ist weltweit in Uferzonen und feuchten Böden verbreitet. Inzwischen gibt es immer mehr Schilf-Röhrichte, die sich z.B. an den Ufern von Seen immer weiter ausbreiten und die ursprüngliche Vegetation verdrängen. Auch an der Küste besteht die Gefahr, dass Salzwiesen und feuchtes Grünland durch Schilf immer mehr verdrängt werden. An der gesamten Ostseeküste und bisher seltener auch an der Nordseeküste ist das ein Problem. In einigen Gebieten versucht man, die Schilfgebiete regelmäßig zu mähen, um das Schilf zurückzudrängen. In den USA hat sich Schilf in vielen Feuchtgebieten an der Ostküste ausgebreitet. Forscher haben dort Versuche mit Ziegen gemacht, die den Bewuchs auf ein Fünftel reduzieren konnten. Bisher wird Schilf bei uns als Auslöser von Gräserpollenallergien nicht besonders thematisiert. Es gehört aber zu den Süßgräsern und kann Gräserallergien auslösen oder bei einer Gräserallergie zu Kreuzreaktionen führen. Bislang wurden das Hauptallergen und fünf weitere Allergenkomponenten entdeckt.

In schilfreichen Gebieten kann das Gras für allergische Beschwerden im Spätsommer sorgen, denn es blüht von Juli bis September.

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