Sicheres Fliegen für Nuss-Allergiker

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) stellt die Ergebnisse einer internationalen Studie zur Risikominimierung tödlich verlaufender allergischer Reaktionen auf Flugreisen vor.

Die Vorstellung, eine allergische Reaktion während eines Fluges in tausenden Meter Höhe zu erleben und keine Chance auf medizinische Hilfe zu haben, ruft bei Personen mit Erdnuss- und Nussallergien große Ängste hervor.

Für die aktuelle Studie trug der DAAB gemeinsam mit internationalen Partnern Daten zusammen. Mehr als 3200 Personen aus 11 Ländern nahmen an der Studie teil.  349 berichteten, bereits eine allergische Reaktion während eines Fluges erlebt zu haben.

Die Studienergebnisse zeigen, dass Passagiere mit Erdnuss- und Nussallergie, die 8 Faktoren zur Risikominimierung berücksichtigten, deutlich seltener eine allergische Reaktion während eines Fluges erlebten.

  •  Vorab das Entgegenkommen der Fluggesellschaft abfragen, welche Schritte sie für eine Nuss- / Erdnussfreiheit anbieten können.
  • Die Fluggesellschaft um eine Nuss- / Erdnussfreie Mahlzeit während des Fluges bitten.
  • Säubern/ Abwischen des Klapptisches mit einem feuchten Tuch.
  • Keine Kopfkissen nutzen, die während des Fluges von der Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt werden.
  • Keine Decken nutzen, die während des Fluges von der Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt werden.
  • Nach einer Erdnuss-/ Nussfreien Pufferzone (z.B. einige Sitzreihen) im Flugzeug fragen.
  • Über die Bordcrew die anderen Passagiere bitten lassen, dass keine Nuss- / Erndusshaltigen Produkte (z.B. Erdnüsse, Flips) während des Flugs verzehrt werden.
  • Vermeiden von Mahlzeiten/ Snacks, die durch die Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt werden.

Die meisten Fluggesellschaften servieren Erdnuss- oder Nusshaltige Snacks und Mahlzeiten während der Flüge. Canada ist das einzige Land in dem eine offizielle Police existiert, in der eine 3reihige Pufferzone gefordert ist, wenn auf Air Canada Flügen eine Vorabinformation des Passagiers vorliegt.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) weist darauf hin, dass bei einem allergischen Schock das Risiko eines tödlichen Verlaufs nicht auszuschließen ist. Daher fordert der DAAB Fluggesellschaften auf, die Ergebnisse der Studie als Handlungsansatz zu sehen, um Allergikern eine sichere, angstfreie Urlaubsreise zu bieten.

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