Tödlicher Sprung ins kalte Wasser…

In Deutschland leiden etwa 45 000 bis 75 000 Menschen an einer Kälteallergie. Bei dieser Sonderform der Nesselsucht entstehen beim Kontakt mit Kälte rote Quaddeln auf der Haut, die jucken und brennen. Für die Betroffenen ist eine solche Kälte-Urtikaria sehr einschränkend und im Einzelfall gefährlich. Im Winter kann es je nach Ausprägung der Krankheit zu Beschwerden kommen, so dass die betroffenen Personen nur dick eingepackt mit Mütze, Schal oder Skimaske vor die Tür gehen können. Doch auch im Sommer können kalte Getränke, Eis oder kalte Speisen Schwellungen an Gesicht und Lippen auslösen. Der Sprung ins kalte Wasser kann neben den Beschwerden an der Haut auch lebensbedrohliche Kreislaufbeschwerden hervorrufen.

Alltagstipps bei Kälteurtikaria:

  • Vermeiden Sie Kälte (kaltes Wasser, Kühlpacks, kalte Sitzplätze…)
  • Handschuhe, Schal, Mütze oder Skimaske schützen vor Kälte. Je mehr Hautpartien vor direktem Kälteeinfluss geschützt sind, desto geringer sind die Auswirkungen.
  • Tragen Sie immer Ihre Medikamente und eine antiallergische Salbe bei sich, um im Notfall die Symptome schnell mildern zu können.
  • Vorsicht beim Baden in kalten Gewässern! Gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an das kühle Nass.

Sport als Gefahrenquelle  

Wenn der Freizeitsport, ein Saunabesuch oder scharf gewürztes Essen die Haut brennen lässt, liegt eine spezielle Form der Nesselsucht vor: die cholinerge Urtikaria. Sie ist die häufigste Sonder- und die zweithäufigste Urtikariaform überhaupt und tritt überwiegend bei jungen Erwachsenen auf. Ausgelöst wird diese Form der Nesselsucht oft durch bestimmte Ereignisse, welche die Körpertemperatur ansteigen lassen:

  • Sport (laufen, Rad fahren, Tennis oder Squash spielen)
  • Tanzen
  • Sauna, heiße Duschen, warme Vollbäder
  • Scharf gewürztes Essen
  • Alkohol
  • Infekte mit Fieber
  • Plötzlicher emotionaler Stress

Beide Formen der Nesselsucht können nur durch entsprechende Medikamente oder eine Gewöhnungstherapie behandelt werden.

Haben Sie Fragen zur Urtikaria sprechen Sie uns an unter info@daab.de.

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